Die seelische Verletzung ist das Schlimmste

Kriminalbeamte beraten zum Thema Einbruchschutz

 

 

 

Kriminalhauptkommissar Martin Freyer (links) und Kriminaloberkommissar

Thomas Wurster beraten zu Fragen rund um das Thema Einbruchschutz.

 

Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, sind wieder Einbrecher unterwegs. Mit einigen Sicherheits-maßnahmen kann man es Dieben jedoch schwer machen. Fachberater der Polizei informieren regelmäßig über diese Sicherungssysteme und beraten individuell im Informationsfahrzeug des LKA . Am 7. Oktober hielt das Infofahrzeug vor der Schwabengalerie. Wer den Termin verpasst hat, bekommt am 25. Oktober von 10 bis 18 Uhr beim Polizeirevier in der Balinger Straße in Möhringen noch eine Gelegenheit.

 

VAIHINGEN

"Die seelische Verletzung ist bei einem Einbruch das Schlimmste, das kann man gar nicht an den materiellen Dingen messen", erklärt Martin Freyer, Kriminalhauptkommissar im Polizeipräsidium Stuttgart.

 

Der 53-Jährige ist in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle mit Schwerpunkt Einbruchschutz tätig und berät zusammen mit Thomas Wurster, Kriminaloberkommissar des Landeskriminalamts, Interessierte im Infofahrzeug. "Wir haben hier pauschale Anregungen ausgestellt, im Einzelfall muss man jedoch schauen, ob man es an dem entsprechenden Fenster oder der Tür anbringen kann", erläutert Freyer. Gerne komme man daher zu Interessierten nach Hause und berate vor Ort.

 

"Schwachpunkt Nummer eins ist das Fenster", berichtet der Fachmann.

Mit einem Schraubendreher könne der Einbrecher in wenigen Sekunden ein ungesichertes Fenster öffnen. Die einfachste Lösung seien neue Fenster, die einbruchhemmend und nach DIN-Norm zertifiziert seien, erklärt er. "Aber man kann natürlich auch nachrüsten, zum Beispiel mit Sicherheitsbeschlägen, abschließbaren Fenstergriffen oder aufgesetzten Fensterzusatzschlössern. Denn die Scheibe einschlagen, das tun die wenigsten Einbrecher. Es ist zu laut und die Verletzungsgefahr zu groß."

 

Bei den Türen seien ebenfalls neue, zertifizierte und einbruchhemmende Türen eine gute Wahl. Wer nachrüsten wolle, habe auch hier verschiedene Optionen. "Es gibt in die Tür integrierte Lösungen wie Schließbleche mit Mauerverankerung, Mehrfachverriegelungen, Scharniersicherungen, Schutzbeschläge mit Kernziehschutz oder Profilzylinder", zählt Martin Freyer auf.

 

Auch eine aufgesetzte Lösung in Form eines Panzerriegels sei möglich. "Rolläden stehen nur an zweiter Stelle, da Einbrüche zumeist tagsüber geschehen, wenn die Bewohner weg sind", erklärt der Experte.

 

Eine Alarmanlage sei schließlich eine weitere Möglichkeit neben der Mechanik. "Das größte Problem ist allerdings die Anwesenheit des Täters in der Wohnung. Eine Alarmanlage kann dies nicht verhindern, nur melden. Die mechanischen Lösungen verhindern den Einbruch im besten Fall gänzlich."

 

Weitere einfache Tipps haben die Experten außerdem parat: Eine Zeitschaltuhr für das Licht suggeriert die Anwesenheit der Bewohner, genauso das Leeren des Briefkastens durch den Nachbar. Mehr Informationen, auch über die Beratung zuhause, erhält man unter der Telefonnummer 89 90 57 30.

 

Aus: Stuttgarter Wochenblatt, vom 13.10.2011, Autorin Rebecca Stahlberg

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